Kalkmilch auf der gebrochenen Bitumenemulsion

Schichtaufbau im Straßenbau in der richtigen Reihenfolge und mit den Wartezeiten dazwischen: Erst wird die Bitumenemulsion aufgesprüht und muss brechen. Vor allem im Sommer, wenn sich die schwarze Fläche aufheizt, bleibt die gebrochene Bitumenemulsion klebrig und haftet an den Reifen. Deshalb kommt Kalkmilch darauf. Erst dann rollt der Asphalt an: Das Beschicker-Fahrzeug fährt rückwärts über die Fläche zum Fertiger, der Fertiger nimmt es an den Schubrollen auf, schiebt es vor sich her und das Fahrzeug kippt die Mulde in den Bunker. Fahrzeuge und Schichten sind im gleichen Maßstab gezeichnet.

Gesamtansicht – Fahrzeuge und Schichten im gleichen Maßstab (1 cm = 1 Pixel)

← Fahrtrichtung beim Einbau (der Lkw fährt vorher rückwärts nach rechts zum Fertiger) ⏩ Zeitraffer ×15 (real ca. 4 m/min) ⏩ Zeitraffer Wartezeit Mit Kalkmilch Ohne Kalkmilch Vollbild
Deckschicht wird heiß (ca. 130 bis 165 °C) eingebaut, die Oberfläche wird glatt
Kalkmilch ≈ 0,02 mm trocken250 bis 350 g/m² aufgesprüht (nass ca. 0,3 mm), trocknet zu einem dünnen weißen Schleier
Bitumenemulsion gebrochen ≈ 0,15 mmschwarz, in der Sommerhitze klebrig (üblich 0,06 bis 0,26 mm Bitumen)
Asphaltbinder
Asphalttragschicht

Maßstab: 1 Pixel = 1 cm. Deshalb sind Deckschicht (4 cm), Binder (6 cm) und Tragschicht (10 cm) neben den Fahrzeugen nur schmale Streifen. Die beiden Filme (0,15 mm und 0,02 mm) wären maßstäblich unsichtbar, sie sind als stark überhöhte Linie gezeichnet, damit man die Löcher sieht. Auch der Bitumenbelag an den Reifen und die Fäden sind überzeichnet (real wenige Millimeter), damit man das Ankleben erkennt. Als Größenvergleich dienen Reifen (Ø 105 cm), der Fahrer auf dem Fertiger (ca. 1,75 m) und der Meterstab links oben. Bunkerwand und Muldenwand sind zur Verdeutlichung durchsichtig gezeichnet. Hinten hat der Lkw Zwillingsreifen, in der Seitenansicht liegen beide Reifen hintereinander.

Unten links: Vergrößerung am hinteren Lkw-Reifen (11-fach). Unten rechts: die Lupe (1 mm = 200 Pixel) zeigt ständig die Oberfläche in der Reifenspur, folgt dem Schalter und der Zeitachse und zeigt in Zeitlupe die Kontaktkante eines Profilklotzes, sobald der Lkw fährt. Gezeigt ist dort nur ein etwa 4,6 mm breiter Ausschnitt an der Kante des in Wirklichkeit etwa 4,6 cm langen Klotzes. Der Asphaltbinder wird eben eingebaut und verdichtet, deshalb liegen Bitumenemulsion und Kalkmilch als gleichmäßig dünne, ebene Schichten auf und der Klotz setzt flach auf. Die Fäden sind schematisch.

Angenommene Werte: Deckschicht 4 cm, Asphaltbinder 6 cm, Tragschicht 10 cm, Bitumenemulsion gebrochen 0,15 mm (≈ 150 g/m² Restbitumen, üblich 60 bis 260 g/m²; nass als Emulsion ca. 0,25 mm), Kalkmilch mit ca. 300 g/m² aufgesprüht (nass ca. 0,3 mm, trocken ca. 0,02 mm), Reifen 315/80 R22.5 mit Ø 105 cm. Die Fahrzeuge sind typischen Maschinen nachempfunden (Sprühfahrzeug ca. 9 m, Beschicker-Fahrzeug ca. 8 m, Fertiger ca. 7 m mit Bohle), keine bestimmten Fabrikate. Der Kippwinkel ist bis 34° gezeichnet (real bis ca. 49°), damit der Lkw ins Bild passt. Die Wartezeiten sind im Zeitraffer gezeigt, ihre reale Dauer hängt von Witterung und Produkt ab. Das Verdichten mit Walzen ist nicht dargestellt.

Schichtaufbau am Punkt P – Schnitt im Zeitverlauf (1 cm = 12 Pixel)

Die beiden Filme sind hier als 3 Pixel dicke Linie gezeichnet, maßstäblich wären sie nur 0,2 bzw. 0,02 Pixel dick. Der Punkt P ist im Gesamtbild mit dem orangen Dreieck markiert.